Kabelbrand

Haftungsfragen bei Schäden durch Elektrik

Der Einzug in ein neues Zuhause ist mit positiven Gefühlen verbunden. Endlich die eigenen vier Wände beziehen, einen Ort zum Wohlfühlen erhalten. Gedanken an notwendige Wartungsarbeiten der Haustechnik liegen fern. Schon nach einigen Jahren sehen sich Besitzer einer Immobilie mit notwendigen Wartungsarbeiten der Haustechnik konfrontiert.
Dazu zählt auch die Elektroinstallation. Es ist ein Irrglaube, das stromführende Kabel, Steckdosen und Schalteinrichtungen für die Ewigkeit gebaut sind. Geübte Handwerker schreiten selbst zur Tat. Das spart Geld für einen Elektromeister – doch ist das aus rechtlicher Sicht erlaubt? Dieser Ratgeber klärt auf.

 

Risiko Kabelbrand

 

Defekte an der Elektrik des Hauses sind ein häufiger Auslöser für einen Gebäudebrand. Mehrere hunderte Male pro Jahr rückt die Feuerwehr in Österreich aus, um von Kabelbränden ausgelöste Feuer zu löschen. Die finanziellen Schäden bei einem Hausbrand sind enorm, hinzu kommt die psychische Belastung der Bewohner der Immobilie.
In den meisten Fällen übernimmt die Hausratversicherung in Österreich die Schäden für den zerstörten Besitz. Pauschal gesagt übernimmt die Hausratversicherung die Schäden für bewegliche Gegenstände wie Kleidung, Schmuck, Möbel oder Elektrogeräte. Für alle nicht beweglichen Gegenstände am Gebäude – Fenster, Türen, Rohre etc. – haftet die Wohngebäudeversicherung.
Wichtig: Die Versicherungen übernehmen die Schäden nur dann, wenn der Schaden im Vorfeld nicht erkennbar war und damit nicht zu verhindern. Entsteht der Schaden nachweislich durch ein fahrlässiges Handeln durch Eigenleistung beim Hausbau, greift der Versicherungsschutz nicht. Das ist beispielsweise dann gegeben, wenn Laien selbst an der Elektrik arbeiten und dadurch einen Kabelbrand auslösen.


Schutzmaßnahmen ergreifen


Die Gefahr eines Kabelbrandes lässt sich wirksam reduzieren. Bereits einfache Maßnahmen schützen vor dem traumatischen Erlebnis, das eigene Heim den Flammen ausgesetzt zu sehen. Konfektionierte Netzkabel für alle mit elektrischem Strom betriebenen Geräten und Maschinen erfüllen die erforderlichen Schutzmaßnahmen. Beim Kauf der Kabel ist auf die notwendigen Prüfzeichen zu achten. Finger weg von billigen Kabeln aus Fernost, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich entsprechen.
Zusätzliche Sicherheit für das Eigenheim bietet ein Brandschutzschalter. Das Bauteil, auch Fehlerlichtbogenschutzeinrichtung genannt, bietet einen zusätzlichen Schutz. Er ergänzt wirksam den Schutz, der bereits mit einem Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter gegeben ist. Im Gegensatz zu einem Leitungsschutzschalter erkennt der Brandschutzschalter früher mögliche Fehlerströme und schaltet die Elektrik aus. Die Installation des Schutzschalters darf ausschließlich von einem zugelassenen Elektromeister erfolgen. Ist die Installation gewünscht, finden Hausbesitzer preiswerte Handwerker auf dem Handwerkerportal für Österreich.

 

Arbeiten an der Elektrik in Eigenregie


Mit etwas handwerklichen Geschick können Hausbesitzer diverse Arbeiten an und im Haus selbst erledigen. Das spart viel Geld und Zeit für die mühevolle Suche nach einem Handwerker. Auch entfällt das lästige Warten bis der passende Handwerker vor der Tür steht. Problem lässt sich ein wackelnder Tisch in Eigenregie reparieren. Einen neuen Briefkasten bringt jeder leicht begabte Handwerker ebenso schnell an die Wand wie er den Gartenzaun neu streicht.
Bei Arbeiten an der Elektrik ist das Risiko höher, mit einem Fehler schwere Schäden am Gebäude oder gar am Menschen zu verursachen. Der Wechsel eines konfektionierten Netzkabels kann jeder Hausbesitzer erledigen. Geht es um die Anbringung einer neuen Lampe, sollten Hausbesitzer ohne Vorwissen sicherheitshalber einen Fachmann mit der Arbeit beauftragen.