Immobilienmakler werden

Immobilienmakler ist für viele Menschen ein Traumjob. Der Beruf setzt allerdings eine Ausbildung voraus. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie Immobilienmakler werden.

Was macht ein Immobilienmakler?

Das Aufgabengebiet eines Immobilienmaklers ist breit gefächert und bietet dadurch viel Abwechslung. Immobilienmakler sind nicht nur für den Verkauf von Immobilien und Liegenschaften zuständig – sie unterstützen auch Käufer und Mieter, das passende Objekt zu finden. Wer ein erfolgreicher Immobilienmakler werden möchte, hat im Wesentlichen mit der Vermarktung einer Immobilie zu tun – ganz gleich, ob sie verkauft, verpachtet oder vermietet wird.

Soll eine Immobilie veräußert werden, müssen Immobilienmakler nach sorgfältiger Begutachtung den Schätzwert ermitteln und den Verkäufer beim Verkauf des Hauses oder der Liegenschaft unterstützen und die notwendigen Unterlagen beschaffen. Wer schon länger erfolgreich als Immobilienmakler tätig ist, hat die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Dadurch können Makler

  • mehr Erfahrung und Fachwissen sammeln,
  • wertvolle Kontakte knüpfen,
  • mehr Kunden anziehen und
  • sich somit von der breiten Masse abheben.

So können sich Immobilienmakler zum Beispiel nur auf die Vermietung oder den Verkauf von Immobilien und Liegenschaften konzentrieren oder ihr Tätigkeitsfeld auf Gewerbeimmobilien eingrenzen. Außerdem können sie selbstständig oder in Form einer Anstellung arbeiten.

 

Welche Voraussetzungen braucht ein Immobilienmakler?

Als angehender Immobilienmakler sollte man ein gewisses Maß an Kontaktfreudigkeit und Verhandlungsgeschick mitbringen. Schließlich haben Makler mit Kunden zu tun. Außerdem sollten sie sich gut in Wort und Schrift ausdrücken können. Ähnlich wie ein Verkäufer müssen Immobilienmakler ein Verkaufstalent entwickeln, um die Immobilien und Liegenschaften erfolgreich zu veräußern. Das kaufmännische und rechtliche Wissen eignen sie sich im Zuge eine Ausbildung an. Das Interesse für diese Bereiche sollte grundlegend vorhanden sein.

 

Wie werde ich Immobilienmakler?

Wer in Österreich Immobilienmakler werden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und spezielle Qualifikationen und Fähigkeiten zur Berufsausübung nachweisen. Der Beruf gehört zum sogenannten „reglementierten Gewerbe“. Diese Fähigkeiten können sich angehende Immobilienmakler im Zuge einer Ausbildung aneignen, die beispielsweise

  • das Grundrecht,
  • das Mietrecht,
  • das Handelsrecht,
  • das Baurecht,
  • das Immobilienrecht,
  • das Grundstücksrecht,
  • rechtliche Rahmenbedingungen,
  • Marketing und
  • Kostenkalkulationen

 

umfasst. Überdies gibt es noch die Möglichkeit, den Beruf im Rahmen einer Befähigungsprüfung zu erlangen, was vor allem für ältere Menschen interessant sein dürfte.

 

Immobilienmakler werden mit einer Ausbildung

Eine der gängigsten Varianten, um Makler zu werden, ist eine Ausbildung. Dies trifft vor allem auf junge Menschen zu, die den Beruf des Immobilienmaklers gleich nach dem Schulabschluss erlangen wollen und eine entsprechende Uni oder Fachhochschule besuchen. Nach der Ausbildung müssen angehende Makler noch etwas Praxiserfahrung sammeln, indem sie nach der Ausbildung ein praktisches Jahr in der Immobilienbranche anschließen. Für die Tätigkeit als Immobilienmakler ist ein Gewerbeschein erforderlich, der nach dem praktischen Jahr bei der Wirtschaftskammer beantragt werden kann.

 

Immobilienmakler werden mit einer Befähigungsprüfung

Wer schon älter ist und erst später Immobilienmakler werden möchte, kann den Beruf im Rahmen einer sogenannten Befähigungsprüfung erlangen. Voraussetzung ist beispielsweise ein Abschluss

  • in Wirtschaft oder Rechtswissenschaft,
  • als Büro- oder Immobilienkaufmann,
  • einer höheren berufsbildenden Schule,
  • einer allgemeinbildenden, höheren Schule oder
  • einer berufsbildenden Schule mit einem Themenschwerpunkt für die Befähigungsprüfung.

 

Je nach Abschluss ist in dem jeweiligen Bereich noch eine ein- bis zweijährige praktische Tätigkeit erforderlich. Erst dann werden die Anwerber für die Befähigungsprüfung zugelassen. Bei dieser Prüfung geht es dann um berufsspezifische Fragen, die zum Berufsbild eines Maklers gehören. So müssen sich Immobilienmakler neben dem Miet-, Immobilien-, Wohn- und Grundrecht auch mit Bebauungsbestimmungen und Immobilienbewertungen auskennen. Die Befähigungsprüfung wird von der Wirtschaftskammer Österreich abgenommen.

 

Wie viel verdient ein Immobilienmakler?

Der Verdienst eines Maklers ist von einigen Faktoren abhängig, beispielsweise

  • vom Aufgabengebiet,
  • von der Erfahrung,
  • von der Arbeit (Selbstständigkeit oder Anstellung),
  • von den Arbeitsjahren und
  • vom jeweiligen Bundesland.

 

Oft können selbstständige Immobilienmakler, die sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert haben, mehr verdienen als in Anstellung. Das Bruttogehalt pro Monat kann daher zwischen 37.000 und 55.000 Euro betragen.

 

Fazit: Immobilienmakler setzt Ausbildung voraus

Der Beruf des Immobilienmaklers ist begehrt, allerdings kann nicht jeder Makler werden. Für den Beruf ist entweder eine abgeschlossene Ausbildung oder eine Befähigungsprüfung mit entsprechender Praxiserfahrung erforderlich. Die Ausbildungsinhalte sind dabei ebenso komplex wie die Aufgaben eines Immobilienmaklers, der sich nach der Gewerbeanmeldung auf Wunsch spezialisieren kann.