Hubert Rhomberg: "Massiver Preisanstieg bei Rohstoffen"

Hubert Rhomberg: "Massiver Preisanstieg bei Rohstoffen"

Angesichts der Verknappung von Rohstoffen spitzt sich die Situation in der heimischen Baubranche zu. DI Hubert Rhomberg von der Rhomberg Gruppe informiert im VOL.AT-Interview über die aktuelle Lage.

Spätestens seit Jahresbeginn 2021 stiegen die Beschaffungskosten vieler wesentlicher Baustoffe dynamisch an. Im ersten Quartal allein haben sich die Preise für Betonstahl um mindestens 35 bis 40 Prozent erhöht. Vergleichbare Entwicklungen mit zweistelligen Zuwachsraten zeigen sich u.a. auch bei Holz- und Dämmstoffprodukten sowie Erdölderivaten (Bitumen etc.). Zusätzlich zu den Preissteigerungen kündigten zuletzt viele Baustoffproduzenten eingeschränkte Verfügbarkeiten und unsichere Lieferfristen bei wesentlichen Baumaterialien an. Die dafür ins Treffen geführten Gründe sind vielfältig: LKW-Staus durch coronabedingte Grenzkontrollen und überlastete Testcenter an den Grenzen, Engpässe bei Verpackungsmaterial und Paletten, Ausfälle beim Rohstoffeinkauf auf den internationalen Märkten oder fehlende Kapazitäten bei Seecontainern, um nur einige zu nennen.

Hubert Rhomberg sieht die Situation kritisch

Trotz voller Auftragsbücher sieht sich die heimische Branche genau mit diesen Problemen konfrontiert. “Einerseits bleibt es schwierig, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Andererseits ziehen angesichts der Materialknappheit die Rohstoffpreise an. Holz ist aktuell ein besonders rares Gut”, informiert Hubert Rhomberg gegenüber VOL.AT.

Holzbau besonders betroffen

Als weltweit führendes Holzbau-Unternehmen sieht sich die Rhomberg Gruppe aktuell mit Preissteigerungen von bis zu 40 Prozent in diesem Segment konfrontiert: “Der Rohstoff schlägt durch, natürlich herrscht Nervosität, was sich bei Herstellern und Lieferanten auch auf den Preis auswirkt. Obwohl wir den größten Teil unserer Rohstoffe aus dem Umkreis beziehen, schlagen internationale Entwicklungen wie der russische Importstopp oder der massive Holzzukauf der USA aus Kanada ebenfalls auf die heimische Preisentwicklung nieder.”

(VOL.AT)