Neues Label "wohngsund": Schadstoffarmer Wohnraum ist gesunder Wohnraum

Neues Label "wohngsund": Schadstoffarmer Wohnraum ist gesunder Wohnraum

Schadstoffarmes Wohnen ist vor allem im öffentlichen Raum Thema – bisher: Das Energieinstitut präsentierten am Donnerstag sein neues Label für den privaten Wohnbau.

Schadstoffarmer Wohnbau ist auch gesunder Wohnbau, das weiß das Energieinstitut Vorarlberg. Um die Umsetzung auch im privaten Wohnbau möglichst einfach zu gestalten, wurde das produktunabhängige und offene Label “wohngsund” entwickelt. Das Energieinstitut und die Vorarlberger Bauwirtschaft wollen damit den Konsumenten die Verwendung schadstoffarmer Baustoffe garantieren. Das erste wohngesund-zertifizierte Gebäude wurde von kurzem in Dornbirn bezogen. Am Donnerstag überreichte Landesrat Johannes Rauch den Eigentümern das Zertifikat für “wohngsund”.

Schadstoffarme Innenräume

Hinter “wohngesund” steckt laut Gemeiner ein einfacher Katalog mit den wichtigsten Kriterien für schadstoffarme Innenräume. Von Dichtungsbahnen bis Dämmstoffen und Mauermörtel wird auf ökologische und schadstoffarme Materialien geachtet. Wer eine Wohnung oder ein Haus kaufe, solle einfach und klar einen schadstoffarmen Standard bestellen können. Auch Bauträger Gerhard Müller befasst sich schon seit geraumer Zeit mit nachhaltiger Materialwahl. Für ihn ist es daher Ehrensache, der erste Bauträger zu sein, der ein Gebäude nach dem “wohngsund”-Standard errichtet und zertifiziert hat.

Landesrat Rauch überreichte am Donnerstag das “wohngsund”-Zertifikat. Quelle: VOL.AT/Mayer

Keine nennenswerten Mehrkosten

Müller ist überzeugt, dass sich der Bau im Umbruch befindet. In einigen Jahren würden sich Gebäude, die nicht dem Standard entsprechen, schlechter verkaufen, so der Bauträger. Energielandesrat Johannes Rauch ist klarer Beführworter von “wohngsund”. Die sorgfältige Auswahl von Baumaterialien sei nicht nur ein Beitrag zum gesunden Wohnen, sondern schütze auch die Umwelt. Er sieht den Einsat von ökologischen Materialien daher als Beitrag zur Energieautonomie. Die Eigentümerfamilie ist bisher sehr zufrieden mit ihrem “wohngsund”-Haus. Da der ökologische Fußabdruck eines Hauses ohnehin schon so groß sei, sei es wichtig, die Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu stellen, so Bauherr Michael Sussitz. Auch seine Partnerin Manuela Pitterle zeigt sich begeistert. Die Umsetzung sei ohne nennenswerte Mehrkosten und Komprosmisse über die Bühne gegangen.

(Red.)