Umzugsunternehmen

Selbst Kisten schleppen und deine Habseligkeiten von A nach B zu transportieren ist eine mühevolle, zeitintensive Arbeit. Eine einfachere, bequemere Möglichkeit ist, den Umzug von einem Umzugsunternehmen machen zu lassen. Besonders bei größeren Distanzen lohnt es sich darüber nachzudenken, ein Unternehmen für den Umzug zu engagieren.

 

Wie finde ich ein Umzugsunternehmen?

Bevor du jedoch ein Unternehmen damit beauftragst, erkundige dich zuvor: Hör dich in deinem Freundes- und Bekanntenkreis um. Wer hat schon einmal ein Umzugsunternehmen engagiert? Würden diejenigen das Unternehmen weiterempfehlen?

Falls du keine guten Empfehlungen bekommst, erkundige dich im Internet. Achte besonders auf die Empfehlungen der Kunden und auf die Anzahl der Bewertungen. Doch Vorsicht: Leg nicht jede Bewertung auf die Goldwaage. Denn manche Bewertungen entsprechen nicht der Wirklichkeit und sind sehr subjektiv. Daher ist es gut, wenn viele Kundenbewertungen vorhanden sind. So kannst du den Wahrheitsgehalt besser abschätzen. Bist du dir unsicher, kann es hilfreich sein, ein Mitglied-Unternehmen eines offiziellen Verbandes auszuwählen, wie beispielsweise des Österreichischen Möbeltransport Verbands (www.oemtv.at). Der ÖEMTV ist die Interessensvertretung aller geprüfter und international zertifizierter Übersiedlungsanbieter Österreichs. Mitglieder des Verbands müssen bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen sowie sich regelmäßigen Kontrollen unterziehen.

 

Wie hoch sind die Preise?

Personalkosten, Entfernung, Dauer und Anzahl der Kisten bzw. Möbel sind unter anderem Faktoren, die den Preis bestimmen. Wenn du ein Umzugsunternehmen beauftragst, beanspruchst du eine Dienstleistung. Bei diesen wird der Preis meist nach Personalkosten berechnet. Doch auch die Entfernung zwischen deinem alten und neuen Zuhause oder die Kubikmeter-Anzahl deines Hausstands sind in diesem Fall ausschlaggebend.

 

Wer kommt für den Umzugsschaden auf?

Ziehst du mit den Profis um, hast du einen großen Vorteil: Du bist versichert. Ein reibungsloser Umzug ist nahezu unmöglich. Gegenstände fallen zu Boden und Kratzer sind schnell passiert. Bei einem Umzug in Eigenregie musst du selbst dafür aufkommen. Bei einem Umzug mit einer Firma sind deine Habseligkeiten bis zu einem gewissen Wert versichert. Aber Achtung: Informiere dich genau, was versichert ist. Denn besonders empfindliche oder wertvolle Gegenstände sind meist davon ausgeschlossen. Daher lohnt es sich, über eine Umzugstransportversicherung nachzudenken. Ebenfalls davon ausgenommen sind zu voll oder falsch gepackte Kisten.

Sobald die Umzugsfirma alles fertig abgeladen und aufgebaut hat, gehe mit einem Mitarbeiter alle Räume durch und nimm die Arbeit ab. Kontrolliere genau, ob alles ganz und heil geblieben ist. Schau gerne auch zwei Mal hin, denn falls etwas zerbrochen oder beschädigt ist, musst du eine Schadensmeldung machen.

 

So wählst du das passende Umzugsunternehmen aus

Um das richtige Unternehmen zu finden, solltest du mehrere Firmen anschreiben und dir einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Dein Anschreiben sollte jedoch nicht nur „Ich ziehe um und brauche Unterstützung“ lauten. Damit dir das Unternehmen einen konkreten Kostenvoranschlag machen kann, solltest du folgende Eckdaten angeben:

  • Deine Kontaktdaten (Gib hier deine aktuelle Adresse an.)
  • Das Datum des Umzugs
  • Von wo nach wo sollen deine Sachen transportiert werden? Gib den genauen Abholort sowie den Zielort an.
  • Gib an, welche Arbeiten die Profis für dich erledigen sollen. Wo benötigst du überall Hilfe?
  • Schätze dein ungefähres Umzugsvolumen – Hilfe für die Berechnung findest du weiter vorne im Kapitel Umzugsvolumen einschätzen (S. 31)
  • Beschreibe auch die Lage der Wohnung und die genaue Situation vor Ort

Hast du mehrere Kostenvoranschläge eingeholt, ist genaues Vergleichen angesagt. Oft ist es schwierig, die einzelnen Angebote miteinander zu vergleichen. Da jedes Unternehmen seine eigenen Berechnungen und Inklusivleistungen hat, werden manchmal Äpfel mit Birnen verglichen. Damit das nicht passiert und du leichter zu einer Entscheidung kommst, kannst du die Checkliste und folgende Fragen zurate ziehen:

Grundsätzlich musst du unterscheiden zwischen Unternehmen, die stundenweise abrechnen oder einen Pauschalpreis anbieten. Meist ist der Pauschalpreis etwas höher, allerdings ist dies auch ein Fixpreis. Somit weißt du genau, wie viel du bezahlen musst und welche Kosten auf dich zukommen, was von Vorteil sein kann.

Rechnet das Umzugsunternehmen nach Stunden ab, bezahlst du die benötigte Zeit. Allerdings kann sich so ein Umzug in die Länge ziehen, beispielsweise, wenn sich die Mitarbeiter Zeit lassen, Stau ist oder andere Komplikationen auftauchen. Dann kann es teuer werden.

1.     Handelt es sich beim Kostenvoranschlag um einen festen Preis? Oder können noch weitere Kosten          dazukommen? Sollten noch weitere Kosten anfallen, informiere dich darüber, was alles noch                    zusätzlich verrechnet wird und wie hoch die Preise sind.

2.     Ist ein Angebot im Vergleich zu den anderen besonders günstig, überprüfe, welche Zusatzkosten            noch anfallen.

3.     Ist das Umzugsgut versichert? Wenn ja, wie hoch ist der Versicherungsbetrag? Wenn nein, wie viel          kostet eine zusätzliche Versicherung?

4.     Wie musst du bezahlen? Bar oder bekommst du eine Rechnung? Solltest du den Umzug steuerlich          absetzen wollen, benötigst du eine Rechnung. Auf jeden Fall solltest du niemals die gesamte Summe im Voraus überweisen. Im schlimmsten Fall stehst du sonst am Umzugstag allein da, obwohl du schon bezahlt hast.

Entscheidest du dich für die Variante, bei der du stundenweise bezahlst, versuche eine maximale Stundenanzahl festzulegen. Werden zum Beispiel fünf oder sechs Stunden veranschlagt, setze eine Deckelung bei neun Stunden. Hier ist es auch wichtig, dass du dich ebenfalls an die Abmachung hältst. Hast du mit der Firma ausgemacht, dass nicht mehr als 100 Kisten und fünf große Möbelstücke transportiert werden, sollten es dann schlussendlich nicht mehr als 100 Kisten und fünf Möbelstücke sein. Denn sind es plötzlich 140 Kisten und noch weitere Gegenstände benötigt das Umzugsunternehmen mehr Zeit.

 

Unbedingt selbst transportieren

Um eine Kiste solltest du dich aber definitiv selbst kümmern: Die Kiste mit deinen Wertgegenständen. Dazu gehören Schmuck, eine Münzsammlung oder Bargeld. Aber auch wichtige Urkunden, Dokumente oder Verträge. Wertvoll muss nicht immer teuer sein, auch Dinge von emotionalem Wert, wie ein altes Foto, solltest du in diese Kiste packen.